Seit über einem Jahr leben Schwester Rafaelis und Schwester Elisabeth-Maria nun bei uns – und haben die Herzen der Menschen im Sturm erobert. Die beiden sind nicht nur Mieterinnen: Sie sind echte Persönlichkeiten, die mit viel Engagement und Wärme das Leben in Fürstenwalde bereichern.
Schwester Rafaelis ist vielen schon lange bekannt: Sie arbeitet bei der Caritas und ist mit ihrer ruhigen, freundlichen Art und ihrer Schwesterntracht aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Schwester Elisabeth-Maria wirkt ebenfalls für die Caritas, allerdings eher im Stillen. Sie ist eine verlässliche Kraft im Hintergrund, die immer da ist, wenn man sie braucht.
Beide haben sich bewusst entschieden, ihren Lebensmittelpunkt nach Fürstenwalde zu verlegen. Für uns war schnell klar: Wir möchten mehr über ihr Leben als Ordensschwestern erfahren. Deshalb haben wir sie besucht und uns ihre Geschichten erzählen lassen.
Ihre Wohnung ist für sie mehr als ein Dach über dem Kopf: Sie ist Rückzugsort, stiller Raum des Gebets und der Einkehr. Mit viel Liebe zum Detail haben sie sich kleine Oasen der Ruhe geschaffen, in denen sie täglich Kraft tanken.
Aber was bedeutet es eigentlich, Teil des Ordens „Die Schwestern der lieben Frau“ zu sein?
Wir wollten es genauer wissen – und sind auf eine spannende Reise in die Geschichte des Ordens gegangen.
Der Orden wurde 1850 im westfälischen Coesfeld gegründet, in einer Zeit voller sozialer Herausforderungen. Die junge Lehrerin Hilligonde Wolbring – später Schwester Maria Aloysia – nahm aus Nächstenliebe verwaiste Kinder bei sich auf. Unterstützt wurde sie von ihrer Freundin Elisabeth Kühling, die später den Namen Schwester Maria Ignatia annahm. Gemeinsam widmeten sie sich mit Hingabe der Erziehung und Ausbildung dieser Kinder – getragen von tiefem Glauben und einem großen Herzen.
Aus der spontanen Hilfe entwickelte sich eine organisierte Gemeinschaft, die von der Kirche unterstützt wurde und bis heute weltweit wirkt. Inspirierend war dabei das Vorbild niederländischer Ordensschwestern.
Auch Schwester Rafaelis und Schwester Elisabeth-Maria haben sich in jungen Jahren bewusst für diesen Lebensweg entschieden und sind bis heute erfüllt und glücklich damit.
Fürstenwalde ist für sie ein Zuhause geworden, hier möchten sie noch lange bleiben.
Ihren Ruhestand werden sie in Coesfeld verbringen, wo bereits ein Platz auf sie wartet und für sie gesorgt wird. Für beide ist das Leben im Orden mehr als ein Beruf – es ist eine Herzensangelegenheit, die ihnen Kraft, Freude und ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit schenkt.
Text: Susanne Wolff, WoWi Fürstenwalde (Spree)
W O W I A K T U E L L MIETERINFO


